Freie Bürger Initiative            Für Bürger Interessen                                  
 
Damit Sie gut und sicher in Dortmund leben können

Vom Radher 820 zum Ratsherr 2020

Detlef Münch stiftet Persebeck-Wappen

Da die Freie Bürger Initiative FBI durch ihren in Dortmund-Schüren gebürtigen Vorsitzenden und Ratsvertreter Detlef Münch, der 1988 zunächst nach Menglinghausen zog, ihren Sitz nun seit 2008 in Persebeck hat, sei hier anlässlich des 1200-jährigen Jubiläums des Ortes 2020 auch auf seine Historie eingegangen. 

Am 13. April 820 wurde Ackerland in Perricbeci von dem jungen Bado, dem Sohn des Widuc, zum Seelenheil seines verstorbenen Bruders Odi der Abtei Werden geschenkt, was u.a. durch einen Mann namens Radher mit beurkundet wurde und die früheste Erwähnung von Persebeck darstellt, das damit sogar älter als Dortmund im Jahr 882 ist. 

Perric bedeutete früher Pferch, in dem u.a. Schafe eingepfercht wurden. Beeke heißt Bach, sodass der Name sich auf einen ursprünglich an einem Pferch liegenden Bachlauf, die Persebeke, den Persebach und wohl heutigen Persebecker/ Salinger Bach beziehen wird. Der erste bekannte Wohnsitz in Persebeck lag an der heutigen Wegekreuzung Liebringskamp / Hockeneicke (s. Fotos des mittelalterlichen Mauerrest).



Um das Jahr 1300 bestand hier der als Wasserburg befestigte Rittersitz „Haus Persebeck“ des Arnold von Badorpe und bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in Alt-Persebeck weiterhin nur 3 Bauernhöfe mit 61 Bewohnern am Liebringskamp / Hockeneicke.

Erst mit der Hochindustrialisierung und der großindustriellen Inbetriebnahme der Zechen Wiendahlsbank 1858 in Kruckel sowie Kaiser Friedrich 1871 in Menglinghausen entstanden nach 1900 benachbarte Siedlungen für die Arbeiter und ihre Familien. Diese begründeten das wachsende Persebeck Ost, das mit der Zeche über den Bahnhof Kruckel mit der Bergisch-Märkischen Eisenbahn (Heute: S-Bahn 5) an das Ruhr-gebiet angebunden wurde.

In der Persebecker Heide, die bis dahin weitgehend landwirtschaftlich genutzt wurde, wurde dann seit den 1950er Jahren die Siedlung Persebeck West errichtet.



Heute bildet ausgehend vom nördlichen Alt-Persebecker Kern um den Liebringskamp / Hockeneicke das wie ein Faustkeil langgestreckte Persebeck im Südwesten einen Teil der Dortmunder Stadtgrenze, reicht östlich bis zur S-Bahnlinie und wird im Norden durch die Grotenbachstraße begrenzt. 

Das 1200-jährige Bestehen nimmt der Persebecker Ratsherr Detlef Münch als das einzige im Ort ansässige kommunale Verfassungsorgan der Stadt Dortmund zum Anlass, um dem Ort erstmals in seinen 1200 Jahren zum 13. April 2020, exakt 1200 Jahre nach der Ersterwähnung, ein Wappen zu stiften. 

Da das Wappen des hier nur kurzzeitig eine kleine Burg besitzenden Baroper Rittergeschlechts aus dem 14. Jahrhundert lediglich einen laufenden Bären in einem Schrägbalken ohne Persebeckbezug aufweist und sowieso schon naheliegend heute als Wappen des seit 1229 bekannten Ortsteils Barop, in dem der Hauptsitz der Ritterfamilie lag, geführt wird, und auch die 3 Bauerngeschlechter kein Wappen besaßen, hat Münch selbst eines nach heraldischen Grundsätzen kreiert. 

Das Wappen soll die 1200 Jahre Persebecks symbolhaft widerspiegeln mit dem stilisierten Persebecker/Salinger Bach und Grotenbach (grote Bach = großer Bach), den frühesten 3 Bauernhöfen mit ihren bis heute gelben Korn- und Rapsfeldern sowie einem Schaf mit dem Namen nach dem ältesten bekannten Bewohners Persebecks, Widuc, zur Erinnerung an die bundesweit bekannt gewordene Rettungs-aktion der Persebecker Feuerwehr bei der Überschwemmung 2019.                                                                            Schafe, die als Heidschnucken bis heute in Pferchen eingepfercht werden, dürften schon um 800 in der Persebecker Heidelandschaft die häufigsten Bewohner gewesen sein. 

Das urheberrechtlich geschützte Wappen kann von jedem/r Persebecker/in privat genutzt werden.            Vereine, Organisationen, Gruppen und Institutionen in Persebeck können es durch eine Lizenz unent-geldlich für nichtkommerzielle Zwecke nutzen.

Persebecker Wappentassen und Wappenkrüge sowie ein eleganter Jubiläumskrug können bei Münchs  Bierkulturverlag bestellt werden unter "Bierkultur".


Literaturtipp:                                                                                                                                                                            Gronemann, Walter (1987): Kleine Geschichte der Ämter Barop und Kirchhörde.- Stadtsparkasse Dortm., 74 S.